Hinweis zur Immobilienertragsteuer

Die Immobilienertragsteuer besteuert Erwerbsvorgänge an Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten. Mit 1.4.2012 sind gesetzliche Regelungen betreffen die Besteuerung der Veräußerung von Grundstücke in Kraft getreten. Aufgrund derer wird/bzw. kann eine Steuerbelastung für Verkäufer auch dann eintreten, wenn der Verkauf nach der zuvor geltenden Rechtslage wegen Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei gewesen wäre. Aber:

Unter dem Begriff „Grundstück“ versteht der Gesetzgeber in diesem Zusammenhang unbebaute Liegenschaften, aber auch Gebäude, Eigentumswohnungen und grundstückgleiche Rechte, wie zum Beispiel Baurechte.

Der Veräußerungsgewinn von Grundstücken wird grundsätzlich mit einem Steuersatz von 25% besteuert. Von der Besteuerung ausgenommen bleiben weiterhin insbesondere der Hauptwohnsitz der Veräußererin/des Veräußerers sowie selbst hergestellte Gebäude. Außerdem fällt bei Schenkungen und Erbschaften grundsätzlich keine Immobilienertragsteuer an, da es hier keinen Verkaufserlös in Form einer Gegenleistung gibt und somit kein Veräußerungsgewinn entsteht.

Der Gewinn bei Grundstücken, die am 31.März 2012 steuerverfangen (also in der Spekulationsfrist) waren, sowie bei Grundstücken, die nach dem 31.März 2012 angeschafft wurden, ist konkret zu berechnen. Die vormalige Spekulationsfrist von grundsätzlich zehn Jahren wurde abgeschafft. Die bisherige zehnjährige Spekulationsfrist ist heute noch von Bedeutung, weil für „Alt-Grundstücke“ (die meisten vor dem 31. März 2002 angeschafften Grundstücke) normalerweise nur eine moderate Einkommensteuer von 4,2 Prozent (seit 2016; vorher 3,5 Prozent) des Veräußerungserlöses anfällt.

Bei Grundstücken, die am 31.März nicht steuerverfangen waren, wird im Regelfall eine pauschale Gewinnermittlung vorgenommen. Daraus ergibt sich als effektive Steuerbelastung für den Verkäufer:

  • grundsätzlich: 3,5% der Veräußerungserlöses
  • 15% des Veräußerungserlöses, wenn etwa nach dem 31.Dezember 1987 und nach dem letzten entgeltlichen Erwerb eine Umwidmung des Grundstückes zu Bauland/Baufläche erstmals eine Bebauung ermöglicht.

Ein Immobilienberater darf und kann aus berufs- als auch aus haftungsrechtlichen Gründen keine verbindliche Berechnung der Steuerbelastung vornehmen.

Jeder Immobilienverkauf erfordert zusätzlich eine steuerliche Beratung, insbesondere zur Feststellung, ob allfällige hier nicht angeführte Ausnahmeregelungen zutreffen, und zur eigentlichen Steuerberechnung. Nutzen Sie unsere jahrelange Erfahrung im Bereich Immobilienmanagement! Wir beraten Sie gerne, wenn Sie Fragen bezüglich Immobilienertragsteuer haben, senden Sie uns einfach eine Nachricht und wir melden uns bei Ihnen.